„Mehr Tier- und Pflanzenschutz gewährleisten“

Veröffentlicht am 08.02.2019 in Allgemein

SPD-Ortsverein lässt Befürworter und Gegner des Volksbegehrens zu Wort kommen


Trotz gegenteiliger Standpunkte entwickelte sich am Dienstag auf dem Informationsabend des SPD-Ortsvereines zum aktuellen Volkbegehren „Artenvielfalt“ im Gasthaus Streifenau eine ausschließlich sachbezogene Diskussion zwischen den Besuchern.

Uli Aschenbrenner vom regionalen Aktionskreis stellte die Gründe und Inhalte des Volksbegehrens vor. Kreisbäuerin Claudia Erndl vertrat die Position des Bayerischen Bauernverbandes und die meisten Landwirte und Bauern der Gemeinde unterstützten sie dabei. SPD-Ortsvorsitzender Fritz Fuchs hatte die Moderation des Abends übernommen.

Uli Aschenbrenner führte aus, das Artensterben nehme immer dramatischere Formen an. 54 Prozent der Wildbienen seien bereits vom Aussterben bedroht, zwei Drittel der Vögel verschwunden und Schmetterlinge würden immer seltener. Selbst früher sehr häufige Arten wie der Feldhase und die Feldlerche seien mittlerweile gefährdet. Dem dürfe man nicht tatenlos zusehen. Wie der Redner darlegte, sollen mit dem Volksbegehren dem gesamten Artenreichtum bessere Überlebenschancen gegeben werden. Konkret soll das mit einer wesentlich besseren Vernetzung der Biotope in Bayern erreicht werden, um Tieren und Pflanzen großflächig geschützte Lebensräume zu bieten. Auch soll der Einsatz von Pflanzengiften auf den Äckern eingedämmt und der Ökolandbau massiv ausgebaut werden. Das Volksbegehren bedeute einen großen Schritt für mehr Tier- und Pflanzenschutz in Bayern. Kreisbäuerin Claudia Erndl widersprach den Ausführungen nicht grundsätzlich. Allerdings verwies sie auf die freiwilligen Umweltleistungen der Landwirtschaft, welche ohnehin bereits praktiziert würden. Bei einer Umsetzung des Volksbegehrens per Gesetz würden die bisherigen Förderungen wegfallen. Auch sei es nicht akzeptabel, dass allein die Landwirte an den Pranger gestellt werden, obwohl es sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe handele.

Die Ausführungen der Redner regten die Besucher zu engagierten Wortbeiträgen an. Neben der Rolle der Landwirtschaft und ihren Perspektiven wurden weitere grundlegende Themen von der Energiepolitik bis zum Freizeitverhalten debattiert.

 

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