Kultur ist ein zentraler Bestandteil einer lebendigen, demokratischen und zukunftsfähigen Stadt
Bei der ersten „100 Ideen für Geiselhöring“-Veranstaltung am 25. Juni um 19.30 Uhr in der Taverne Korfu am Bahnhof in Geiselhöring hat sich die Geiselhöringer SPD das Thema „KULTUR“ gewählt.
Seit Jahrzehnten gibt es bei Städtebauprojekten im Vorfeld eine Bürgerbeteiligung und seit ebenso vielen Jahrzehnten äußern Bürgerinnen und Bürger die gleichen Wünsche: Gewinn an örtlicher Attraktivität und Lebensqualität durch mehr Kultur – allem voran ein Begegnungs- und Veranstaltungsort im Stadtzentrum! Dies käme nicht nur der Jugendarbeit und dem Vereinsleben zugute, sondern könnte auch „regelmäßige gesamtstädtische Besuchsanlässe“ erzeugen, was wiederum durch zusätzliche Frequenz am Standort Stadtmitte Gastronomie und Gewerbe freuen würde.
Doch die Realität sieht anders aus: Die städtischen Veranstaltungen generieren sich als Ein- oder Zweitagsfliegen (z.B. die „Geiselhöringer Lichternacht“) oder werden von Jahr zu Jahr unattraktiver (z.B. Bürgerfest“), oder - wenn wirklich mal was los ist – sind vollkommen überlaufen (z.B.: Kino-Open-Air).
Kultur braucht Raum
Unsere Innenstadt verändern sich rasant – Leerstand, soziale Entmischung und der Verlust von Begegnungsorten sind nur einige der Herausforderungen. „Gleichzeitig wird Kultur – gerade auch Subkultur – mehr denn je gebraucht: als Motor für Stadtentwicklung, als Impulsgeberin für gesellschaftliche Debatten, als Raum für Teilhabe“, so Ludwig Kerscher, SPD-Bürgermeisterkandidat.
„In Geiselhöring gibt es zu wenig Räume für Kunst und Kultur. Es gibt kein Kulturzentrum, Auftrittsorte für Bands sind rar, Proberäume und Bühnen für Darstellende Künste, Ausstellungsmöglichkeiten zeitgenössischer Künste fehlen“, so Kerscher weiter mit dem Verweis auf die vielen Gebäude, die in Geiselhöring leer stehen. „Kultur braucht Freiräume zum Überleben. Neben Orten zum Malen und Musizieren ist damit auch eine offene Geisteshaltung gemeint. Der Platz und die Offenheit werden in Geiselhöring immer weniger“, ergänzt SPD-Ortsvorsitzende Barbara Kasberger.
Geiselhöring braucht mehr Kultur
„Zu Kultur zählt eigentlich alles, was vom Menschen geschaffen oder gestaltet wurde und wird. Auch die Art und Weise, wie das Zusammenleben der Menschen gestaltet ist, gehört dazu“, ergänzt Ortsvorsitzender Maximilian Fuß. Dazu gehörten zum Beispiel Sprache, Religion, Wirtschaft, Kunstgegenstände, Musik, Literatur, Traditionen und Bräuche. Es sei unmöglich sich nicht mit Kultur zu befassen. Kultur gebe Raum dafür seine eigene Identität zu entwickeln.
„Kunst und Kultur haben eine herausragende Bedeutung für die Gesellschaft und die Bürgerschaft vor Ort. Sie spiegeln gesellschaftliche Debatten wider, sie bieten Reibungsflächen zur Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit, sie weisen über das alltägliche Geschehen hinaus. Dabei setzt eine gute Kultur auf Innovation, einen offenen Austausch, Raum für Kreativität, Toleranz, Loyalität und respektvollen Umgang miteinander“, positioniert sich Ludwig Kerscher im Vorfeld der Veranstaltung.
„Kunst und Kultur brauchen eine Lobby, um bei allen Stadtratsfraktionen die Ideen, Anliegen, Forderungen und Wünsche der Kulturschaffenden und Kulturinteressierten in die Diskussion einzubringen“, schließt Barbara Kasberger den Aufruf der SPD an die Bürgerinnen und Bürger, sich an den 100 Ideen für Geiselhöring zu beteiligen.