100 Ideen für Geiselhöring: Mobilität

Veröffentlicht am 16.11.2025 in Ortsverein

Eine Reihe von Ideen zum Thema Mobilität sammelte die Geiselhöringer SPD mit Bürgermeisterkandidat Ludwig Kerscher (5.v.li.) sowie den Ortsvorsitzenden Barbara Kasberger (2.v.li.) und Marco Lang (3.v.li.). Mit dabei Rainer Pasta (li.), Sascha Gündogar (4.v.li.), Helga Janker (5.v.re.), Herbert Niederl (4.v.re.), Josef Eisenhut (3.v.re.), Alois Janker (2.v.re.) und Katharina Haslbeck (re.) - (Foto ist mit KI bearbeitet)

 

Mobilität ist nicht nur Auto

100 Ideen für Geiselhöring – „Schalter von AUTO auf MENSCHEN umlegen“

Am vergangenen Donnerstag lud die Geiselhöringer SPD in die Taverne Korfu zu einem offenen Gespräch darüber ein, was Mobilität in der Stadt Geiselhöring zukünftig braucht. Ziel der Diskussion war es, Möglichkeiten für ein sicheres Neben- und Miteinander von Fußgängern, Fahrrad- und dem motorisiertem Verkehr zu ergründen. Die SPD diskutierte mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern dieses ureigene Thema der lokalen Kommunalpolitik. Probleme wurden dabei benannt und Lösungen angedacht.

„Wir müssen die Stadt wieder den Menschen zurückgeben. Mobilität ist nicht nur Auto – Mobilität ist viel mehr“, so Bürgermeisterkandidat Ludwig Kerscher in seiner Einleitung. Ein weiterer Ausbau in Richtung Autofreundlichkeit sei nicht zeitgemäß. „Das Zusammenspiel verschiedener Angebote ist die Grundlage kommunaler Verkehrspolitik., so Kerscher, der seinen Fokus auf Fußgänger, Radfahrer und auch das Auto legte.

Mehr Platz für die Menschen

„Am klimafreundlichsten und günstigsten ist man zu Fuß unterwegs. Deshalb sollen auch die Fußgängerinnen und Fußgänger mehr Platz bekommen und die Fußwege müssen barrierefrei und sicher sein“, so die zentrale Forderung der Versammlung in Bezug auf die Mobilität der Zukunft. Dabei sei es wichtig, dass Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Mobilitätseinschränkungen alle Straßen und Wege sicher nutzen können und diese in ausreichend kurzen Abständen mit Parkbänken ausgestattet werden.

In der Diskussion machten die Anwesenden eine Reihe von neuralgischen Punkten aus, wo ein sicheres Überqueren von Straßeneinmündungen am Stadtplatz oder an den Zufahrtsstraßen nicht immer möglich ist. Als Beispiel nannte Bürgermeisterkandidat Ludwig Kerscher die „Rathaus-Insel“. Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen seien insbesondere vor Behörden, in Einkaufsstraßen, vor Senioreneinrichtungen und vor Ärztehäusern zusätzliche Parkplätze für Behinderte auszuweisen, so das Ergebnis der Diskussion.

Ein weiteres Thema waren die Wege zur Schule und den Kitas. Das Problem der „Elterntaxis“ wurde ebenso angesprochen wie die allgemeinen Gefahren durch den motorisierten Straßenverkehr vor allem vor Beginn und am Ende der Unterrichtszeiten. Sichere (Schul)Wege zu schaffen sei dringend erforderlich, so Kerscher.

Ein breites Thema war die Nutzung des Stadtplatzes. Einerseits könne man warten, bis eine Umgehungsstraße mehr Gestaltungsfreiraum biete, andererseits könne man aber auch heute schon die Aufenthaltsqualität auf dem Stadtplatz verbessern. Die Nutzung von einigen Parkplätze im Sommer für die Außen-Gastronomie wäre laut Simon Eisenhut denkbar – Anfragen seitens der Geiselhöringer Geschäftsleute habe es hierzu in den letzten Jahren aber nicht gegeben.

Gute Bedingungen für Radfahrerinnen und Radfahrer

Die Infrastruktur fürs Fahrrad muss massiv ausgebaut werden – das stellte die SPD bereits 2022 fest, als es bei ihrer Dialog-Reihe um die „fahrradfreundliche Stadt“ ging. Auch im letzten Kommunal-Wahlkampf hatte die SPD das Thema „Fahrradfreundliche Stadt“ zu einem Schwerpunktthema gemacht. „Was ist seitdem passiert – eigentlich nichts“, so Ludwig Kerscher. Auch hier sei erste Priorität die Sicherheit im Radverkehr, insbesondere auf dem Schulweg. Weiter könnten gezielt Fahrradabstellanlagen mit Ladestationen geschaffen werden, um den Fahrradtourismus anzukurbeln. Diebstahlsichere Abstellmöglichkeiten seien aber auch in Wohngebieten, Fachmarktzentren und Verwaltungsgebäuden anzubieten.

Ein ebenfalls schon öfter angesprochenes Thema sei die Anbindung des Labertalradweges an das Stadtzentrum. Wenn es nicht ersichtlich sei, dass Geiselhöring eine Pause wert ist, werde auch niemand einen Abstecher in die Stadt machen, zeigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer überzeugt.

Das Auto muss klimafreundlich werden

„Auch künftig werden Wege mit dem Auto zurückgelegt werden und wir werden das Auto weiterhin brauchen“, zeigte sich Kerscher im weiteren Gespräch überzeugt. „Wir als SPD setzen auf Elektro-Autos, die mit Strom aus erneuerbaren Quellen betrieben werden. Dazu braucht es attraktive, schnelle Ladenetze und wir brauchen wieder ein Car-Sharing-Angebot in Geiselhöring. Bemängelt wurde in diesem Zusammenhang, dass die öffentliche Ladesäule am Rathaus mit lediglich 22 KW nicht mehr zeitgemäß sei. Der REWE in Sünching biete 300 KW und damit extrem schnelles Laden an, so eine Teilnehmerin.

Ein großes Problem sei der Durchgangsverkehr, führte Kerscher das Thema weiter. Dessen Gestaltung liege im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger. Die Umleitung des Schwerverkehrs über die Umgehungsstraße und die Überleitung zur Straße nach Sünching sind dabei absolut wichtig. Auch für den Stadtplatz ist dies entscheidend, denn nur so können zusätzliche Flächen für die städtebauliche Entwicklung gewonnen werden. Da dies aber noch Jahrzehnte dauere, seien intelligente Konzepte gefragt, um die Stadt möglichst unattraktiv für den Durchgangsverkehr zu machen, so die Forderung aus der Versammlung. Dazu müsse aber der Schalter in den Köpfen der Verantwortlichen von AUTO auf MENSCHEN umgelegt werden, forderte ein Teilnehmer.

Die Gäubodenbahn

Der Landkreis Straubing-Bogen diskutiert derzeit über den Beitritt zum Regensburger Verkehrsverbund (RVV), informierte Kreisrat Josef Eisenhut. Busse und Bahnen seien nur dann attraktiv, wenn es ein dichtes Netz gibt, wenn die Wartezeiten nicht zu lang sind, die Fahrzeuge ansprechend und die Ticketpreise bezahlbar sind. Denn nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann das Auto, vor allem auf Strecken, die per Fahrrad für viele nicht zu meistern sind, ersetzt werden. Insbesondere die Verbindung Geiselhöring-Sünching (Bhf) ist uns wichtig und ein regelmäßiger Bustransfer wurde gewünscht.

Zur Zukunft der Gäubodenbahn dämpfte ein Teilnehmer die Hoffnung auf Besserung. Bis 20230 sei hier mit keiner Verbesserung zu rechnen. Derzeit scheiterten Verbesserungen an der Tragkraft der Donau-Bahnbrücke vor Bogen und dem permanenten Personalmangel auf der Gäubodenbahnstrecke. Dass der marode Bahnhof, das unattraktive Bahnhofsumfeld und die mangelnde Barrierefreiheit in Geiselhöring ein Alleinstellungsmerkmal in der Region sind, habe auch mit dem Dessinteresse seitens der Stadtoberen zu tun, stellte ein Teilnehmer fest.

 

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