„Große Koalition besser als ihr Ruf“

Veröffentlicht am 16.10.2019 in Allgemein

Erwies sich als profunder Kenner des Rentensystems: DGB-Geschäftsführer Andreas Schmal (2.v.l.). Mit auf dem Bild (v.l.)

Infos zur Rente – Für Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung

Als profunder Kenner der Materie erwies sich Andreas Schmal, Geschäftsführer des DGB Niederbayern am Freitag auf der Infoveranstaltung der SPD „Wege zur Rente“ im Bräustüberl Haid. Gleichzeitig verstand er es vorzüglich, selbst komplizierte Zusammenhänge für alle verständlich darzustellen. Auch individuelle Fragen der Zuhörer zu deren eigenen Rentenansprüchen konnte Schmal uneingeschränkt beantworten.

Die Moderatorin des Abends, Gemeinde- und Kreisrätin Rosi Deser bezeichnete die Rente als „interessantes und wichtiges Thema, das uns alle irgendwann betrifft“. Es werde viel darüber diskutiert, jeder weiß etwas dazu, aber die genauen Fakten fehlen meistens. Deshalb habe sich der SPD-Ortsverein heute einen Fachmann zu diesem Thema eingeladen.

Ortsvorsitzender Fritz Fuchs hatte in seiner Eröffnung festgehalten, "die Rente muss sicher sein und ein auskömmliches Leben im Alter ermöglichen". Einleitend stellte Andreas Schmal der Großen Koalition ein gutes Zeugnis aus. Deren Ergebnisse seien durch die Handschrift der SPD gerade im sozialen Bereich viel besser als ihr Ruf. Vor allem werde das sichtbar bei den Beschlüssen zur Rente. Unter anderem habe sie durchgesetzt, dass Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, bessergestellt werden und bereits nach 45 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen können. „Wie funktioniert Rente“, fragte der Redner weiter und führte dazu grundsätzlich aus, dass im bestehenden Rentensystem die Beiträge nicht auf einem Konto angespart würden.

Das Geld werde vielmehr um einen Monat versetzt an die Rentenempfänger ausbezahlt. Zur Abdeckung von Fehlbeträgen gebe es viele Steuermöglichkeiten. So könnten sie aus Steuermitteln, der Erhöhung der Beiträge oder der Verschiebung von Rentenerhöhungen ausgeglichen werden. Bessere Einkommen und die Erhöhung des Mindestlohnes könnten ebenfalls dazu beitragen. Zur Diskussion über die Einführung einer Grundrente erläuterte Schmal deren Eckpunkte. Ziel sei es, dass auch jene Menschen von ihrer Rente leben können, die in ihrem Arbeitsleben weniger verdient haben. Das komme vor allem Frauen zugute, die durch Kindererziehung häufig Teilzeit gearbeitet haben. „Wenn es nach der SPD geht, dann wird die Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung eingeführt. Somit muss nicht erst Erspartes und Eigenheim aufgebraucht sein, um Anrecht auf die Grundrente zu haben“, so der Redner. Er lehne auch die sogenannte „Bedürftigkeitsprüfung“ ab, denn die Rente sei für ihn die Belohnung einer Lebensleistung, unabhängig vom Beziehungsstatus. Zu finanzieren sei sie über das Steueraufkommen und nicht über Beiträge.

 

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