06.07.2010 in Allgemein von Arbeitskreis Labertal

1945-2010: 65 Jahre Kriegsende

 

v.l.: Rainer Pasta, Bernhard Roos MdL, Reinhold Perlak MdL, Sebastian Hobmeier, Reinhard Schwikowski, Franz Peter Sichler

Kranzniederlegung an der KZ-Grab- und Gedenkstätte Saal
Im Rahmen der Ausstellungseröffnung in Kelheim besuchten die SPD Landtagsabgeordneten Reinhold Perlak und Bernhard Roos mit Sebastian Hobmaier, derzeit amtierender Bürgermeister in Saal, die Gedenkstätte des Außenlagers Flossenbürg und legten einen Kranz der BayernSPD nieder. "Die Überlieferung weiß", so Sichler in seiner Erinnerung an das Außenlager Saal, "dass dies eines der grausamsten Lager gewesen sein muss". Um die 600 Gefangene seien hier gestorben. Reinhard Schwikowski mahnte: "Kalte Gleichgültigkeit, versteckte Intoleranz und manchmal kalter Hass", hätten dieses nicht vorstellbare Elend über Andersdenkende gebracht. Nur wer die Augen vor dieser Vergangenheit nicht verschließe, könne in Zukunft ähnliches verhindern. Sich zur Demokratie zu bekennen heiße auch, den Anfängen jeglicher Ausgrenzung zu wehren.

22.06.2010 in Allgemein von Arbeitskreis Labertal

Bonhoeffer-Wochen im Labertal

 

v.r.: Bürgermeister Werner Braun; SPD OV-Vorsitzender Armin Buchner; Rainer Pasta, Sprecher SPD AK Labertal; Ruth Müller, SPD-Kreisvorsitzende Landshut; Pfarrer Thomas Klenner, MdB Florian Pronold; Renate Kuntze, Kreisrätin; Dieter Gipser SPD OV-Mallersdorf; Hartmut Gust und Madlen Melzer stv. SPD OV-Vorsitzende bei der Ausstellungseröffnung

„Dem Rad in die Speichen fallen!“
Bewegender Gottesdienst zur Ausstellungseröffnung

Es war eine bewegende Feier zur Eröffnung der Dietrich-Bonhoeffer-Ausstellung in der evangelischen St.-Paulus-Kirche am Sonntagvormittag. Ein großes Wagenrad prägte den Altarraum und wies auf einen berühmten Satz des evangelischen Pfarrers und Theologen hin, den er bereits im Frühjahr in seinen Schriften und Predigten gegen die Machtergreifung durch die Nazis für die Bekennende Kirche formuliert hatte: „Die dritte Möglichkeit besteht darin, nicht nur die Opfer unter dem Rad zu verbinden, sondern dem Rad selbst in die Speichen zu fallen.“ Pfarrer Thomas Klenner hatte dazu einen bewegenden Familiengottesdienst gestaltet, der musikalisch von Volker Rinza, Euphemia Geiselhöring, beeindruckend begleitet wurde. Dass wir auch in der Gegenwart besonders „die schlichten, einfachen, geraden Menschen brauchen“ (Bonhoeffer), um gefährlichen Entwicklungen in Staat und Gesellschaft in die Radspeichen zu fallen, machten einige Männer und Frauen mit ihren kurzen Beiträgen deutlich, die sie an die Radspeichen hefteten. Zivilcourage zeigen ist eine Lehre aus dem Widerstand bis zum Tod des Dietrich Bonhoeffer gegen das mörderische NS-Regime. Tief bewegende Fotos von halb verhungerten Kindern in KZs entlarvten verharmlosende Parolen der Gegenwart über das Hitler-Regime.

20.06.2010 in Allgemein von Arbeitskreis Labertal

Bonhoeffer-Wochen im Labertal

 

„Dem Rad in die Speichen fallen!“ - STOPP! Wir zeigen Zivilcourage!

Bei der Eröffnung der Bonhoeffer-Ausstellung in Schierling rief Pfarrer Klenner die Anwesenden auf: Macht mit! Wir tragen jetzt die Verantwortung und wir bekennen jetzt: „STOPP! Wir zeigen Zivilcourage!“

In diesem Zusammenhang fiel auch das bekannte Zitat des evangelischen Theologen Friedrich Niemöller*:

Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich nicht protestiert; ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie die Juden holten, habe ich nicht protestiert; ich war ja kein Jude.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.

Einer der wohl eindringlichsten Belege dafür, dass die Haltung Dietrich Bonhoeffers „Dem Rad in die Speichen fallen!“ uns allen auch heute noch als Hinterlassenschaft geblieben ist. Es kann nicht sein, dass wir uns auf uns selbst zurückziehen und aus allem heraushalten wollen. Wer nicht seine eigene Verantwortung erkennt und sich engagiert in Vereinen, Verbänden oder Parteien, darf sich nicht wundern, wenn es einmal auch für ihn heißt: Es gab keinen mehr, der protestieren konnte!“

*Emil Gustav Friedrich Martin Niemöller (* 14. Januar 1892 in Lippstadt; † 6. März 1984 in Wiesbaden) war ein deutscher Theologe und führender Vertreter der Bekennenden Kirche sowie Präsident im Ökumenischen Rat der Kirchen. Während er anfänglich dem Nationalsozialismus positiv gegenüberstand, entwickelte er sich während des Kirchenkampfes und seit 1937 als Häftling im Konzentrationslager Sachsenhausen allmählich zum Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.

16.06.2010 in Allgemein von Arbeitskreis Labertal

OV Schierling: Anton Koch wurde 80!

 

v. li.: Martin Auer, Malen Melzer, Anton Koch und Armin Buchner

„Eisernes Sparen“ zeichnete ihn aus!
Sein 80. Wiegenfest feierte vor kurzem bei guter Gesundheit Anton Koch. Der SPD-Ortsverein mit Marktrat und Ortsvorsitzenden Armin Buchner, der stellvertretenden Ortsvorsitzenden Madlen Melzer und dem früheren Ortsvorsitzenden Martin Auer an der Spitze gratulierte seinem langjährigen Mitglied und dankte ihm für seine jahrzehntelange Treue und Mitarbeit im Ortsvereinsvorstand. Anton Koch ist seit knapp 45 Jahren Mitglied der Sozialdemokratie und bekleidete über drei Jahrzehnte lang ehrenamtliche Ämter im SPD-Ortsverein, darunter über 10 Jahre als Ortsvereinskassier und knapp 16 Jahre als Senioren-beauftragter. Martin Auer erinnerte daran, dass der Jubilar eine „marode“ Ortsvereinskasse übernommen und durch eisernes Sparen dauerhaft „ein schwarzes Plus“ geschrieben hatte. Heute nimmt der Jubilar mit Rücksicht auf seine Gesundheit zwar nicht mehr die öffentlichen Termine wahr, aber sein Interesse an der Politik hat er nicht verloren. Hatte ihn in der Vergangenheit zwar einiges an der sozialdemokratischen Regierungspolitik gewaltig „gefuchst“, so schüttelt er über die Politik der „schwarzgelben Chaostruppe“ auf dem Rücken der kleinen Leute nur noch den Kopf. Die Schierlinger SPD jedenfalls ist stolz auf ihr Mitglied Anton Koch und wünscht ihm noch viel Freude und Sonnenschein für die 8oer Jahre.

13.05.2010 in Allgemein von SPD UB Straubing

Erinnerung an die Opfer von Krieg und Diktatur

 

Am 8. Mai jährte sich das Kriegsende in Europa zum 65. Mal. Die alliierten Streitkräfte beendeten die Terrorherrschaft der Nationalsozialisten. Bei der zentralen Gedenkveranstaltung des SPD-Bezirksverbandes Niederbayern gedachten die niederbayerischen Sozialdemokraten der Opfer von Faschismus, Krieg und Unmenschlichkeit.

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